Archive for the ‘nachhaltigkeit’ Category

Ein großartiges Beispiel, wie man mit multifunktionalen Ansätzen und Ideen zur flexiblen Nutzung von Wohnraum aus einem kleinen, heruntergekommenen Studio ein elegantes, cooles Loft machen kann, ist das Projekt Transformer von Studio Garneau. Das Schlafzimmer kann mit zwei einfachen Kniffen komplett in das Wohnzimmer integriert werden – nur das Bett in die Wand klappen und die Trennwand zusammenschieben. Ist die Trennwand dagegen ausgefahren, gibt sie die Hausbibliothek frei und dient zugleich als Videoprojektionsfläche.

Neben diesen die Raumaufteilung und -nutzung betreffenden Aspekten und dem schlicht-modernen Look & Feel der Wohnung gefallen mir aber besonders die vielen kleinen Details, die wunderbar durchdacht und ganz zurückhaltend integriert – fast versteckt – sind. Siehe etwa die Ablage im Bad, bei der die Handtuchhalter auch gleich noch als Griffe dienen. Großartig!

Via Desire to inspire

 

Intelligente Architekten und Designer zeigen: Es muss nicht immer das Einfamilienhaus im Grünen oder das 200qm-Industrieloft sein. Mit Kreativität und smarten Lösungen für den Alltag kann man auch aus sehr wenig Raum ein gemütliches oder stylisches Zuhause machen. Ein Beispiel für optimale Nutzung eines winzigen und noch dazu dreieckigen Grundstücks zeigt dieser Beitrag aus Tokyo (via Shoebox Dwelling):

Mein persönlicher Favorit ist aber diese Eigentumswohnung in Hongkong. Mit frei im Raum verschiebbaren und verschiedenen Funktionen ausgestatteten Wänden kann ein ca. 30qm großes Apartment wahlweise in eine Bibliothek, ein Heimkino, ein Büro, Schlafzimmer, Küche oder Bad umfunktioniert werden. Und das sieht auch noch todschick aus!

I just came across a list of the “27 sickest things you’ve done to save money” which contained (among some truly funny sick stuff) these two items:

15. Rice with cinnamon for breakfast, rice with soy sauce for lunch, rice with ketchup for dinner. If I was feeling very saucy (!) I would mix the soy sauce and ketchup.

14. One winter we ate rabbit about 6 times per week and I was sucky at cooking it.

I wonder if it occurred to the readers who sent this in or the staff at the consumerist who put it on the list, that there are more than1 billion people on this planet who suffer from hunger. They would be glad to have rice three times a day and will never in their (short) lifes get to eat rabbit!

Eating rice day in and day out just to save a couple of bucks may seem like a stupid or even sick thing to do. But when you think about it: It takes a lot of discipline and willpower to carry this through (especially when you think of all the advertisements), as well as courage in the face of friends, family and colleagues who might call you crazy – or sick.

But considering a billion hungry people, eating just rice is not sickening at all. Actually, it’s exemplary! What’s really sick is the mindset we’re stuck in which has us believing that an irresponsible lifestyle is the only appropriate lifestyle.

Gestern Abend saß ich mit einem Freund auf der Deichmauer am Hafen, vor uns im Dock von Blohm & Voss ein Riesen-Kreuzfahrtschiff, die Noordam. Baujahr 2006, 285 Meter lang, elf Passagierdecks hoch auf denen fast 2000 Passagiere Platz finden, Höchstgeschwindigkeit 44 km/h, 5 Dieselmotoren mit zusammen 84.000 PS, Verbrauch bis zu 216 Tonnen Schweröl und 90 Tonnen Marinedieselöl am Tag.

What? Bis zu 300 Tonnen Spritverbrauch am Tag???

Selbst wenn wir davon ausgehen, dass der Verbrauch im Normalbetrieb deutlich niedriger ist, verbrennt dieser Koloss auf einer typischen 10-Tage-Kreuzfahrt von Barcelona über Tunesien und Malta nach Rom also vielleicht 2.000 Tonnen Öl. Das macht über den Daumen gepeilt eine Tonne Öl pro Passagier oder etwa 1000 Liter pro Passagier oder 20 Tankfüllungen eines normalen PKW. Wahnsinn!

Dabei haben wir noch gar nicht über den CO2-Ausstoß und die Schadstoffe im Schweröl geredet, oder darüber, dass die meisten Passagiere mit dem Flugzeug an- und abreisen dürften. Für mich als Laien klingt das nach der mit Abstand umweltschädlichsten, unverantwortlichsten und … was ist eigentlich das Gegenteil von nachhaltig? … unnachhaltigsten Form des Tourismus.

Und dieser Wahnsinn boomt: Die Passagierzahlen für Deutschland bei Kreuzfahrten haben sich von 1998 bis 2005 mehr als verdoppelt und das Hamburg Cruise Center jubelt über rasant steigende Passagierzahlen (in den nächsten beiden Jahren ist eine Verdopplung geplant). Schön für den Hamburger Hafen, aber wer darf am Ende die Suppe auslöffeln? Nachfolgende Generationen, die dann keine Inseln mehr finden, zu denen man ne Kreuzfahrt veranstalten könnte? Oder doch eher die Jungs vom Tisch nebenan:




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