Archive for the ‘mindboggling’ Category

Eine der gefährlichsten Fallen auf dem Weg zum Sparen sind versteckte Kosten*. Ein klassisches Beispiel sind Handy-Verträge: Wir bekommen das Handy jetzt für einen kleinen, mehr oder weniger symbolischen Betrag, zahlen dafür aber in der Zukunft. Gerade bei angesagten Smartphones fällt man besonders gern in diese Falle, denn Smartphones sind geil, keine Frage! Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass bei einem brandneuen Gadget einfach der Verstand aussetzt.

Da das geilste Smartphone im Moment wohl das iPhone4 sein dürfte, hab ich die Kosten dafür exemplarisch mit den Preisen von T-Mobile durchgerechnet. Dort gibt es vier Vertragsvarianten, die am Ende auf monatliche Gesamtkosten von ca. 90-120 Euro hinauslaufen**, also ca. 1100 bis 1440 Euro pro Jahr oder 2200 bis 2880 Euro auf die ganze Vertragslaufzeit.

Das klingt schon mal nach ner Menge Kohle, und manche Leute kaufen sich dafür tatsächlich einen Gebrauchtwagen. Im Vergleich zu den langfristigen Kosten ist das aber noch gar nichts.

Nehmen wir zusätzlich an, du als iPhone-Käufer bist in meinem Alter (also grob um die 30). Dann wird dich der genannte Zweijahresvertrag bis zum Erreichen des Rentenalters zwischen 16.000 und 22.000 Euro gekostet haben. Das ist nämlich der Betrag, den du bekommen hätte, wenn du die 2200 bis 2880 Euro für den Zweijahresvertrag mal lieber investiert und 35 Jahre lang 6 Prozent Zinsen eingestrichen hättest.

Aber Moment, das iPhone4 ist ja nur jetzt das hammergeilste Smartphone! In zwei Jahren wird es das iPhone6 geben, und das wird zum x-ten Mal alles verändern. Also musst du den Vertrag flugs verlängern! Und zwei Jahre später wieder, und dann wieder, und so fort… Dann kostet dich die Liebe zum iPhone (oder nachfolgenden Gadgets) stolze 150.000 Euro***, die du bei einer Geldanlage über 35 Jahre mit 6 Prozent Verzinsung hättest einstreichen können.

Nicht schlecht, was?

* Darunter verstehe ich alle Kosten, die nicht sofort beim Erwerb eines Produkts oder einer Dienstleistung anfallen****.
** Angenommen, dass ca. 200 Minuten im Monat telefoniert wird.
*** Je nach Vertragsvariante bis zu 154.483 Euro.
**** In einem Artikel, der sich mit Handy-Verträgen befasst, ist Kleingedrucktes absolut zwingend notwendig.

Just came across an impressive infographic about the size of the internet, which is estimated at 5 million Terabytes of data. This number comes from Google CEO Eric Schmidt and was apparently mentioned in an interview in 2005, so it’s totally outdated – but whether the internet is 5 million Terabytes or 500 million Terabytes is not the point. The point is that Google claims to have indexed 0.004 percent of all this!

Now we can safely say that if you can’t find something on Google, it will be pretty hard to find it at all – unless you already know where to look. Ergo,  99.996 percent of the internet are pretty much unknown.

Thanks to my dear colleague Vivian for sharing!

Gestern Abend saß ich mit einem Freund auf der Deichmauer am Hafen, vor uns im Dock von Blohm & Voss ein Riesen-Kreuzfahrtschiff, die Noordam. Baujahr 2006, 285 Meter lang, elf Passagierdecks hoch auf denen fast 2000 Passagiere Platz finden, Höchstgeschwindigkeit 44 km/h, 5 Dieselmotoren mit zusammen 84.000 PS, Verbrauch bis zu 216 Tonnen Schweröl und 90 Tonnen Marinedieselöl am Tag.

What? Bis zu 300 Tonnen Spritverbrauch am Tag???

Selbst wenn wir davon ausgehen, dass der Verbrauch im Normalbetrieb deutlich niedriger ist, verbrennt dieser Koloss auf einer typischen 10-Tage-Kreuzfahrt von Barcelona über Tunesien und Malta nach Rom also vielleicht 2.000 Tonnen Öl. Das macht über den Daumen gepeilt eine Tonne Öl pro Passagier oder etwa 1000 Liter pro Passagier oder 20 Tankfüllungen eines normalen PKW. Wahnsinn!

Dabei haben wir noch gar nicht über den CO2-Ausstoß und die Schadstoffe im Schweröl geredet, oder darüber, dass die meisten Passagiere mit dem Flugzeug an- und abreisen dürften. Für mich als Laien klingt das nach der mit Abstand umweltschädlichsten, unverantwortlichsten und … was ist eigentlich das Gegenteil von nachhaltig? … unnachhaltigsten Form des Tourismus.

Und dieser Wahnsinn boomt: Die Passagierzahlen für Deutschland bei Kreuzfahrten haben sich von 1998 bis 2005 mehr als verdoppelt und das Hamburg Cruise Center jubelt über rasant steigende Passagierzahlen (in den nächsten beiden Jahren ist eine Verdopplung geplant). Schön für den Hamburger Hafen, aber wer darf am Ende die Suppe auslöffeln? Nachfolgende Generationen, die dann keine Inseln mehr finden, zu denen man ne Kreuzfahrt veranstalten könnte? Oder doch eher die Jungs vom Tisch nebenan:




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