Little trouble in Big China: 10 Reisetipps

Samstag, Februar 23, 2013
Drei Wochen lang habe ich mich im Südwesten Chinas herumgetrieben und viel Spaß gehabt, tolle Erfahrungen gemacht, viel und lecker gegessen und mir dabei nur einmal den Magen verdorben und fantastisch schöne Landschaften gesehen. Ein paar Dinge habe ich auch gelernt, und die möchte  ich hier gerne weitergeben.
10 Dinge, die man für eine China-Reise beachten sollte:
  1. Was für die Türkei galt, gilt genauso auch für China: Niemals das Hotel verlassen, ohne Klopapier mitzunehmen. Denn in öffentlichen Toiletten gibt es generell keines.
  2. Immer Name und Adresse des Hotels in chinesischer Schrift mit sich führen, damit man die im Notfall einfach einem Taxifahrer oder Passanten zeigen kann. Denn Englisch spricht so gut wie niemand.
  3. Essen ist unglaublich günstig, selbst für fantastisch leckere gegrillte Austern hab ich nur ein paar Euro bezahlt. Ein komplettes, mehrgängiges Abendessen im Restaurant bekommt man teilweise für unter 10 Euro pro Person. Also auch wenn man sich nicht sicher ist, was man da eigentlich bestellt: Einfach ausprobieren! Und besser nicht im Hotel essen, denn die kassieren bei den Touristen gerne mal ab.
  4. Wo wir beim Essen sind: Servietten gibt es in China nicht (schließlich ist man zivilisiert und isst mit Stäbchen und nicht mit den Händen), auf Nachfrage bekommt man – gegen Bezahlung – aber so kleine Päckchen mit Tissues, mit denen man sich ein bisschen Hände und Mund abtupfen kann.
  5. Nochmal Essen: Wenn man im Westen und Süden unterwegs ist, wird nahezu jedes Gericht mit Chili zubereitet und ist entsprechend scharf. Da kann es dann auch passieren, dass ein Päckchen Tissues nicht reicht, um den Schweiß aufzunehmen.
  6. Sich besser nicht auf die Hilfsbereitschaft anderer verlassen. Das klingt hart, genau so hab ich es aber wahrgenommen: Hilfsbereite Chinesen muss man mit der Lupe suchen, in der Regel wird jeglicher Kontakt mit Ausländern so gut es geht abgeblockt. Und auch Chinesen selbst sind oft angesichts des schlechten Service ihrer Landsleute frustriert.
  7. Nicht wundern, wenn man als Fotomotiv dient. Angegafft wird man als Ausländer sowieso, besonders wenn man eine irgendwie auffallende Erscheinung hat und etwa groß ist, blonde Haare oder einen Bart hat. Am neugierigsten sind Kinder, was zu lustigen Erlebnissen führen kann.
  8. Es gibt verschiedene Klassen von Zügen: Hochgeschwindigkeit, Intercity und Bummelzüge. Die Hochgeschwindigkeitszüge sind vergleichbar mit dem, was wir in Deutschland erwarten, wenn wir in einen Zug einsteigen. Bei den anderen Zügen merkt man sofort, dass China noch ein Entwicklungsland ist. Abseits der Metropolen ist man meistens auf diese Züge angewiesen, in diesem Fall sollte man unbedingt einen Platz im Schlafwagen nehmen, die Reise im Sitzwagen ist absolut kein Spaß! Vor allem, weil man meist mit Reisezeiten von 6-20 Stunden rechnen muss.
  9. A propos Zugreise, Zugtickets kann man immer nur an dem Bahnhof kaufen, an dem der Zug auch abfährt! Also nichts mit vorab reservieren und so. Am besten direkt nach einer Zugfahrt am Bahnhof das Ticket für die spätere Weiterfahrt kaufen, damit man eine höhere Chance auf einen Schlafwagen hat (ein typischer Zug hat vielleicht 7-8 Sitzwagen und 2-3 Schlafwagen).
  10. Selbst in wirklich guten Hotels wird das Warmwasser meist mit einem Boiler erzeugt/gespeichert. Ist man mit mehreren Personen unterwegs, sollte man das beim morgendlichen Duschen einkalkulieren und besser sparsam mit dem Warmwasser umgehen.

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