Zeit zum Ausmisten

Mittwoch, Dezember 8, 2010

Ich wohne seit knapp 5 Jahren in meiner Wohnung, in die ich direkt nach dem Studium einzog. Damals hab ich eine überschaubare Menge an Zeug mitgebracht, aber in 5 Jahren sammelt sich einiges an. Inzwischen musste ich mein Regal zweimal und meinen Kleiderschrank einmal vergrößern, und meine DVD-Sammlung wächst munter weiter. Zudem fällt es mir manchmal recht schwer, mich von Dingen zu trennen, auch wenn ich sie so gut wie nie benutze. Um die diversen Hürden beim Wegwerfen von Dingen zu überwinden, habe ich mir jetzt folgende Strategie überlegt:

  1. Ich setze mir einen festen, wiederkehrenden Termin fürs Ausmisten: Vor ein paar Monaten hab ich mir fest vorgenommen, ab sofort einmal im Jahr, nämlich jeweils um Weihnachten herum, eine große Ausmist-Aktion durchzuziehen. Bei einzelnen Gegenständen ist es nämlich viel zu einfach, sie mal eben in die Schublade zu schieben.
  2. Ich werde eine bestimmte Anzahl Dinge los, egal was: Als Ziel habe ich mir für das erste Jahr 20 Dinge gesetzt, um mal ein Gefühl  dafür zu kriegen, wie gut das funktioniert. 20 ist als Zahl groß genug, dass es ein ambitioniertes Ziel ist, das einen gewissen Ehrgeiz weckt, sie erscheint mir aber realistisch machbar.
  3. Ich werfe nicht einfach weg, sondern spende die Sachen: Damit trickse ich den “Das ist doch noch gut, das kann man noch mal gebrauchen”-Gedanken aus und verknüpfe die Ausmist-Aktion mit einer emotionalen Belohnung, indem ich Gutes tue.
  4. Ich committe mich öffentlich: Damit ich nicht mehr einfach zurück kann, habe ich in den letzten Monaten sowohl Familie als auch Freunden von der Ausmist-Aktion erzählt. Und jetzt schreibe ich hier im Blog davon. Das sollte als committment reichen.

Das ist der Plan.

Die Umsetzung sieht so aus: Ich hab 3 CDs, 2 DVDs, 5 Bücher, 1 Cordjacke, 1 Cordhose, 3 T-Shirts und 5 Hemden aussortiert, insgesamt also 20 Dinge. Das ging eigentlich ziemlich schnell und einfach, vielleicht sollte ich die Zahl für nächstes Jahr auf 25 erhöhen. Damit geht es morgen ab zu Oxfam. Was die nicht nehmen wollen, landet im Müll.

Etwas mehr Platz in Regal und Schrank und außerdem ein gutes Gefühl :-)

Hinterlasse eine Antwort




plugin by DynamicWP
#